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Dornröscheneffekt

Darf ich mal meckern? Naja, da sowieso kein Mensch hier mitliest, kann ich meinem Unmut wohl freien Lauf lassen.
Seit Jahren – und das meine ich wortwörtlich – bin ich müde. Es gibt Tage, an denen es besser läuft und manche, an denen ich kaum die Augen offenhalten kann und viele, an denen ich mich fühle wie ein matschiges Stück irgendwas.
Und es ist furchtbar, weil einfach viel zu viele Tage vergehen, an denen ich absolut nichts sinnvolles zustande bringe und schon das Aufstehen morgens zum echten Kampf wird. Ich weiß auch nicht mehr, was ich noch tun soll.
Ein Rundum-Check beim Arzt hat keine Ergebnisse gebracht. Ich hab keine Mangelerscheinungen, meine Blutwerte sind ok. Ich treibe zwei- bis dreimal die Woche Sport, was mir jahrelang immer als das Heilmittel gegen meine ewige Müdigkeit verkauft wurde. Meine Schilddrüse arbeitet nicht ganz so, wie sie sollte, aber auch die entsprechenden Tabletten haben nichts geändert.
Ich bin nach wie vor einfach ständig schläfrig, könnte mich problemlos jederzeit hinlegen und schlafen. Außer natürlich nachts, weil ich dann Gedanken wälze, die mir den Schlaf rauben. Wobei das glücklicherweise besser geworden ist, seitdem das leidige Thema „Masterarbeit“ vom Tisch ist. Jetzt ist nur noch meine berufliche Zukunft übrig, die mich nachts wachliegen lässt. Yay.
Besserung nicht in Sicht …

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Katzen als Delikatesse

Gerade bekam ich den TASSO-Newsletter. Ich erlaube mir, den mal hier zu zitieren:

Es passiert vor unserer Haustür: Katzen als Delikatesse

Der Starkoch Beppe Bigazzi schockierte kürzlich in Italien in einer populären Kochsendung des Fernsehsenders RAIUNO die Zuschauer durch sein Geständnis, Katzen als Delikatesse zuzubereiten. Der Auftritt löste in Italien Empörung aus. Bigazzi allerdings verteidigte seine Rezeptur mit dem Hinweis auf einen uralten toskanischen Brauch, wonach tote Katzen 3 Tage in einen kalten Bach gelegt würden, um das Fleisch zarter zu machen. Auch in ländlichen Gegenden der Schweiz steht man dem Verzehr von Katzen auch heute noch offensichtlich nicht immer ablehnend gegenüber, wie der Tierschutzverein Vier Pfoten berichtet. Dort hat der Verzehr von Katzen sogar eine lange Tradition und war durch die Nahrungsknappheit während des Zweiten Weltkrieges in weiten Bevölkerungsschichten Usus. Man muss also nicht bis nach China schauen. In der Schweiz ist nur der Handel mit Katzenfleisch verboten, daher gibt es Bauern die völlig legal ihre überzähligen Tiere schlachten und essen können.

Ja, oh mein Gott, wie schlimm. Ich verstehe ehrlich gesagt das Theater nicht. Alle Welt frisst Rinder, Schweine, Hühner, Gänse, Truthähne und was weiß ich noch alles und da schreit auch niemand vor Empörung auf.
Ist es nicht gleichgültig, ob das Tier nun vor seinem Tod miaut oder gebellt oder gegrunzt hat? Schmerzen und Leid empfinden sie alle und all diese Tiere wollen leben. Also was zum Teufel soll das Getue! Elende Heuchler!

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Aggressionen

Aber hallo.

Heute ist so ein Tag, an dem ich das dringende Bedürfnis habe, laut loszuschreien und irgendwas kaputtzumachen.

Warum?
Nunja, es fing damit an, dass in dem Text, den ich mir zur Vorbereitung für ein Referat kopiert habe, genau die Seiten fehlten, die ich für meinen Teil dringend brauche. Also bin ich heute nach meinem Seminar in die Bibliothek um ein paar Sachen auszudrucken und mir den Rest des Textes zu kopieren.
Allerdings war meine Kopierkarte leer, daher wollte ich sie wieder aufladen. Was nicht funktionierte. Kartenfehler. Am ersten, zweiten und auch am dritten Automat dasselbe. Also nachgefragt, ob es noch andere Möglichkeiten gäbe, die Karte aufzuladen. Nein, da müsste ich mal ins Rechenzentrum, die könnten mir notfalls zumindest sagen, was da schiefläuft. Also ins Rechenzentrum: „Da musst du mal in der Verwaltung oder der Bibliothek nachfragen. Jetzt ist da aber keiner mehr.“ …
Also zurück in die Bibliothek um erstmal die Sachen für die kommende Woche auszudrucken. Druckaufträge abgeschickt, aber juchu – der Kopierer hatte einen Papierstau. Schon ziemlich entnervt nach den Texten zum Kopieren gesucht und mit dem Rest Kleingeld so viel kopiert, wie eben drin war.
Da all das schon ziemlich lange gedauert hatte, war mittlerweile der Ausgang zu, durch den ich hineingekommen war und hinter dem auch meine Sachen eingeschlossen waren. Also einmal außen rum und auf dem Weg nochmal beim Rechenzentrum vorbei und nachgefragt, ob die verlorenen Druckaufträge dort abgeholt werden könnten (wie eigentlich angegeben). Nein, wenn der Papierstau schon da war, bevor ich meine Druckaufträge abgeschickt habe, wären die wohl verloren. Also das Geld quasi zum Fenster rausgeschmissen. Ansonsten wären die Kopien sowieso erst morgen da. Gut. Raus aus dem Rechenzentrum, Sachen geholt und nach Hause. Der Bus war überfüllt und ich hab keinen Sitzplatz ergattern können – bei der Fahrweise der hiesigen Busfahrer auch  nicht gerade der guten Laune förderlich.
Dann kurz einkaufen gewesen und zuhause nach Post geguckt. Ein Brief von meiner Bank, zwei Überweisungen konnten nicht getätigt werden, weil mein Konto nicht ausreichend gedeckt ist. Klasse. Miete war fällig und die Stadtwerke haben sich auch noch ihren Anteil geholt. Dementsprechend… Ebbe.
Dann PC angeschaltet und Mails gecheckt. Im Postfach eine Mail von meiner Dozentin. In einem Ton, dass ich in meiner sowieso üblen Laune einfach nur reinschlagen möchte. Kostprobe?

Können Sie mir nun auch mal die thematische Orientierung Ihres Referates mitteilen? (…) Wäre nett, wenn ich auch erfahren dürfte, was in meinem Kurs so läuft.

Am liebsten würde ich sie fragen, ob sie ihre Tage hat und bemerken, dass es „nett“ wäre, wenn sie sich ihre Ironie mal sonstwohin stecken würde. Dazu muss ich sagen, dass ich ein Gruppenreferat halte und das Thema eigentlich klar ist.
Heute kann mich die ganze Welt mal getrost am A**** lecken. Gute Nacht.