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Japan 2015 – Tag 1: Kawagoe

Dank der Zeitverschiebung waren wir schon ungewöhnlich früh auf und brachen nach einem schnellen Frühstück im Hotel gleich auf. Wir hatten uns für den ersten Tag offengehalten, ob wir in das Freiluftmuseum Nihon minkaen bei Kawasaki oder nach Kawagoe fahren. Ich hatte dann allerdings nicht so richtig Lust auf das Freiluftmuseum, sodass wir uns nach einem Abstecher zum Shinjuku gyoen auf den Weg nach Kawagoe gemacht haben. Unterwegs hielten wir auch in Musashi-Urawa – mein Wohnort während meines Auslandsjahres – und ich hatte prompt Pipi in den Augen. So sehr ich damals darüber geflucht habe, dass sie uns in ein Wohnheim mitten in Saitama verfrachtet haben, hat mich in dem Moment dennoch die Nostalgie überkommen. Das Frühstück mit allen in dem kleinen Raum, in dem morgens schon immer der Fernseher lief. Die Movie Nights mit den Mädels und jeder Menge Junk Food. Unser Ausflug zu einer Eisdiele im nächsten Ort, weil es dort Eis umsonst gab … es war schon wirklich eine tolle Zeit.
Dieses Mal war das dritte Mal, dass ich nach Kawagoe kam. Unser erstes Ziel war der Kurazukuri-Bereich, in dem noch Häuser aus der Edo-Zeit stehen, weswegen Kawagoe auch den Namen Koedo, also „kleines Edo“ trägt. Am Glockenturm (toki no kane) habe ich uns erstmal ein paar Yakidango geholt, bevor es weiterging zur Kashiya yokocho, der „Süßigkeitengasse“. Überall roch es herrlich nach frischen Senbei und anderen traditionellen Leckereien.
Von dort aus sind wir zum Kitain gelaufen, wo wir uns neben dem begehbaren Gebäude des Edo-Schlosses, das der Shogun von Edo (heute Tokyo) nach Kawagoe verlegen ließ, auch die Gohyaku rakan angesehen haben. Letztere hatten tatsächlich ein paar „Altersflecken“ mehr als bei meinem letzten Besuch 2008. Auch Statuen altern wohl …
Da es danach schon langsam Abend wurde, machten wir uns auf den Rückweg nach Shinjuku, wo ich meine Mutter mitnahm in ein Okonomiyaki-Restaurant, das ich damals mal mit meiner besten Freundin zusammen zufällig entdeckt hatte. Da es etwas versteckt im zweiten Stock eines unscheinbaren Gebäudes liegt, sehen sie wohl dort nicht allzu viele ausländische Gäste, zudem die Speisekarten komplett auf Japanisch sind. Immer wieder großartig, wenn den Leuten fast alles aus dem Gesicht fällt, wenn auf einmal Ausländer hereinspazieren. Wir hatten ein super leckeres Essen und fielen danach von Jetlag und dem vielen Laufen erschöpft ins Bett.

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Projekt52 2013/07: Genuss

Ich glaube, ich kann mich ohne weiteres und mit Fug und Recht als Genussmenschen bezeichnen. Für dieses Thema ein Foto zu finden, fiel mir nicht sonderlich schwer. Als ich neulich Quark mit frischen Blaubeeren und Himbeeren gemacht habe, griff ich also noch schnell vor der Schlemmerei zur Kamera und hier ist das Ergebnis:

genuss

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Projekt52 2013/06: Heute morgen

Mir fällt es jeden Morgen schwer in die Gänge zu kommen. Manchmal muss man sich da kleine Anreize schaffen um den Einstieg in den Tag zu verschönern. Zum Beispiel ein leckeres süßes Frühstück mit selbstgebackenem Hefezopf, Feigenhonig, Orangensaft und einem großen Milchkaffee mit Zimt. :heart: Das stimmt mich gleich etwas versöhnlicher mit dem Morgen.

heutemorgen

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2年ぶり

Warum bin ich hier? Was hat mich nach zwei Jahren wieder hierher geführt?
So viele Erinnerungen sind mit diesem Ort, allein mit diesem Weg verknüpft.
Ich denke immer seltener daran.
Ein Stück Vergangenheit, das ich nur zu gern hinter mir lassen möchte.
Und doch steh ich hier.
Ein leichter Regen setzt ein. Ich sollte gehen. Alldem den Rücken zukehren und gehen.