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Bloggen oder nicht bloggen

Mir ist bewusst, dass mein Blog schon ewig brach liegt und wenn ich an früher denke, tut es mir in der Seele weh, dass ich so die Freude am Bloggen verloren habe.
Als ich vor dreizehn (13!) Jahren anfing auf myblog.de zu bloggen, war die Bloggerwelt noch nicht so durchgestylt und professionell wie heutzutage. Da war es auch nicht schlimm, wenn man mal zwischendurch einfach irgendeinen Nonsens bloggte, wie er einem gerade in den Sinn kam. Es fand ein reger Austausch statt und gerade das trieb mich an, weiter zu bloggen. Interesse, Rückmeldung, Reaktionen, Kommentare.
Danach zog ich zu kulando um und es wurde schrittweise weniger. Und mit den ausbleibenden Reaktionen verlor ich auch mehr und mehr die Lust zu schreiben. Natürlich sollte ich nicht in erster Linie schreiben, um Kommentare zu bekommen. Aber „ins Leere“ schreiben, ohne irgendeine Reaktion zu bekommen, frustrierte mich irgendwann nur noch. Also liegt mein Blog brach. Und es tut mir leid. Um meinen Blog und für die Handvoll Leute, die vielleicht, eventuell tatsächlich noch den ein oder anderen Blogbeitrag von mir lesen würden.
Ich müsste mir wohl eine Nische suchen. Vielleicht meine Arbeit als Übersetzerin? Oder unser Hausumbau? Zu erzählen gibt es eigentlich immer etwas … ich rede nur nicht gerne gegen eine Wand.

4 Kommentare

  1. Da geht es mir genau so wie dir. Ich habe erst vor zwei Wochen meinen letzten myblog komplett durchgelesen und jedes Mal, wenn ich das tue, fehlt es mir – das Bloggen, das Mitteilen, das Austauschen. Ich fände es toll, wenn du dein Interesse wiederfinden würdest, mit oder ohne Nische! Ich habe es immer sehr genossen, von dir zu lesen, das wäre heute mit Sicherheit nicht anders. :)

  2. Danke, Liebes! Das tut gut zu hören. Nach meinem Japanblog hatte ich das Gefühl, dass mein Leben für die Allgemeinheit nicht mehr spannend genug ist … oder vielleicht erzähle ich einfach zu langweilig. Ich muss auch gar nicht unbedingt ein großes Publikum erreichen (bzw. will ich auch gar nicht), aber wieder so wie früher mit ein paar Leuten austauschen, das wäre schön.

  3. Ich denke, wenn man sich für dich interessiert – und das ist meines Erachtens das Wichtigste –, dann interessiert man sich generell für deine Gefühle und Gedanken und Erlebnisse, in Japan oder anderswo. :) Und hallo, wie bald bist du wieder dort? Und auch dein Job ist kein durchschnittlicher.

    Also ran an die Tasten, ich will ALLES wissen! :D

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