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Kleiner Spatz

Ich sitze im Wohnzimmer und schaue fern. Plötzlich meine ich draußen ein Geräusch zu hören. Ich stelle den Ton leiser und höre nun ganz deutlich meinen Kater draußen rufen. Mau mau mau.
Ich gehe nachsehen, was er mir mitteilen will und da sitzt er auf der Matte, guckt mich mit großen Augen an, stolz wie Oskar, neben ihm ein ziemlich toter kleiner Spatz. Guck mal, ich habe dir was mitgebracht!
So süß sein Jägerstolz auch ist, ich kann mich doch nie an diese Liebesbeweise gewöhnen, auch wenn er natürlich immer gebührend gelobt wird. Manche Mäuse, die er uns bringt, leben noch. Dann lenken wir ihn kurz ab, sodass die Maus fliehen kann.
Für den kleinen Spatz kommt jede Rettung zu spät. An meiner eher verhaltenen Reaktion (und daran, dass ich die Terassentür geschlossen halte, weil er sonst jede Beute ins Wohnzimmer trägt) hat er wohl erkannt, dass ich heute scheinbar keinen Appetit auf Spatz habe. Sorry, Dickerchen.

Wenig später ist die Terrasse voller kleiner Federn. Und der Kater, der ist schon wieder auf der Jagd …

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