Schokoladenminztäfelchen
Es war einmal vor langer, langer Zeit ein Mädchen, das oft ihre Großmutter besuchte.
Dort aß sie eines Tages bei einem solchen Besuch kleine Schokoladenminztäfelchen. Sie schmeckten ihr ausgesprochen gut und sie aß oft und gern davon, wenn sie dort war und bekam gar nicht genug davon. Die Großmutter freute sich indes, dass es ihrem Enkelkind so schmeckte.
Seit dieser Zeit schenkte die Großmutter ihrer Enkelin jedes Jahr zu Geburtstagen und anderen Gelegenheiten stets eine Schachtel voll mit dem Naschwerk.
Mit den Jahren jedoch ließ der Heißhunger des Mädchens darauf nach und sie aß weniger davon. Schließlich wurde sie der Schokoladenminztäfelchen gar überdrüssig, ja beim bloßen Gedanken daran wurde ihr übel.
Doch brachte sie es nicht über sich, ihrer Großmutter zu sagen, dass es ihr die Süßigkeit lange nicht mehr schmeckte und ihr damit die Freude zu verderben, ihrem Enkelkind etwas besonders Gutes zu tun.
Also bekam sie weiterhin jedes Jahr Schokoladenminztäfelchen geschenkt, für die sie sich artig bedankte und die sie dann verschwinden ließ.
Und weil sie ihrer Großmutter nicht die Wahrheit sagt, geht das noch heute so.