Leise Hoffnung
Ich möchte daran glauben, dass auch ich glücklich sein darf. Dass es mir gelingt, mich von all den Gespenstern zu befreien und wieder zu mir selbst finden. Nicht in näherer Zukunft, aber eines Tages wird es soweit sein.
Bis zu diesem Tag sollte ich mich ganz auf mich konzentrieren.
Aber allein fühle ich mich doch nicht vollständig. Ich möchte andere Menschen glücklich machen. Ich hoffe sehr, dass ich irgendwann fähig dazu sein werde. Und dann jemanden zu treffen, der auch annehmen kann, was ich zu geben habe.
Ich glaube, dass du irgendwo bist. Bis wir uns treffen, werde ich mit aller Kraft daran arbeiten ein guter Mensch zu werden, um dir dann ohne Angst, aber voller Liebe begegnen zu können.
Müllermilch Limitiert Weisse Schoko-Macadamia
Bleh, was hat mich nur geritten, dieses Zeug zu kaufen. Bei den Worten “Weisse Schokolade” gepaart mit “Macadamia” schaltet sich wohl irgendwas aus bei mir. Müller preist das Ganze folgendermaßen an:
Entdecken Sie die besondere Kombination aus cremiger, weißer Schokolade und der Königin der Nüsse, der fein-aromatischen Macadamia Nuss.
Ich habe mir eine Flasche von dem Gebräu gekauft. Was soll ich sagen?
Ich hätte es wissen müssen. Die Sorte schmeckte wie alle anderen, die ich bisher probiert habe, vor allem sehr künstlich. Das Nussige der Macadamia war überhaupt nicht zu schmecken, nur eine sehr schwere Süße, die man mit viel gutem Willen vielleicht als weiße Schokolade deuten kann, von der mir aber eigentlich schon nach den ersten paar Schlücken schlecht wurde.
Für mich ist das nichts. Hoffen wir mal, dass ich jetzt daraus gelernt habe und in Zukunft die Finger davon lassen kann.
Geschützt: Sing me to sleep
Reise zum Mittelpunkt
Ich tauche ab, tauche ein. In die Dunkelheit, bis zum Grund des Meeres. Es ist still hier und dunkel, aber ich verspüre keine Angst, denn die Schwärze bietet mir Schutz.
Dort liegen sie verstreut, schillernd und leuchtend. Ein zartes Gefühl hier, eine wertvolle Erinnerung dort. Worte, Bilder, Gerüche, Berührungen. Einzelne Momente des Glücks. Ich betrachte sie, einen nach dem anderem, versunken, wie berauscht, wärme mich am kurzen Auflodern vergangener Empfindungen, bevor sie erlöschen.
Dann lege ich sie vorsichtig, fast andächtig in das kleine Holzkästchen. Werfe einen letzten Blick auf die Kostbarkeiten und schließe leise den Deckel.
Ich lasse das Kästchen am Meeresgrund zurück und tauche langsam wieder zur Oberfläche auf.