Die wohl teuerste Briefmarke meines Lebens
Heute ging es zum Immigrationsbüro um mein Visum um weitere 90 Tage zu verlängern. Mit der Bürokratie ist es hier auch nicht viel besser als in Deutschland. Erst bekam ich an einem Infoschalter die benötigten Formulare, dann wurde mir an einem weiteren Infoschalter gesagt, dass ich in den ersten Stock müsse. Dort gab man mir ein weiteres Formular und nachdem ich das wiederum ausgefüllt und abgegeben hatte, durfte ich erstmal warten. Als meine Papiere bearbeitet waren, erhielt ich zwei neue Zettel: Auf einen davon musste ich eine Marke kleben, die es im convenience store im Erdgeschoss zu kaufen gibt. Für schlappe 4.000 Yen (ca. 37 €). Mal ganz abgesehen davon, dass mir absolut unverständlich ist, warum diese bescheuerte Marke nur dort im convenience store und nicht direkt am Schalter verkauft wird… wtf?! 4.000 Yen für eine Briefmarke? Ich schätze ja, es ist einfach Formsache, man muss für einfach für irgendwas ein paar Scheine hinblättern und so eine Marke kann man dann noch schön auf den Zettel kleben und zeigen: Ich habe gezahlt. (Die Marke für eine permanente Aufenthaltserlaubnis kostet übrigens noch mal doppelt so viel …)
Nachdem ich also die wohl teuerste Briefmarke meines Lebens erstanden hatte, wurde selbige auf Zettel A geklebt und mit Zettel B zusammen an einem weiteren Schalter abgegeben, wo mir beide gegen einen kleinen Zettel mit einer Nummer eingetauscht wurden – und wieder hieß es Warten. Ich war zugegebenermaßen etwas unruhig, ob denn alles so klappen würde, ob nicht doch noch irgendetwas schief gehen würde und ich im Juli abreisen müsse. Dementsprechend war an Ablenkung auch nicht wirklich zu denken. Glücklicherweise war es nicht allzu voll und nach nicht allzu langer Wartezeit bekam ich meinen Reisepass wieder mit der Verlängerung um weitere 90 Tage. Danke, Japan, dass du mich noch etwas länger duldest!
Verrückt! Aber gut dass es geklappt hat!
Ich sach’ et dir! Ich bin sooo erleichtert!
Krasse Preiklasse!
Wünsche Dir weitere 90 tolle Tage in Japan!!!