Marie Antoinette
Nachdem ich heute als Versuchsperson bei einer Studie mitgemacht hatte und mir den ganzen Tag Blut abgezapft wurde, fühlte ich mich heute abend ziemlich schlapp, also hab ich mich zum DVD-gucken auf die Couch verzogen.
Und da ich den Film sowieso schon mal ewig gucken wollte und er leichte Unterhaltung versprach, fiel die Wahl heute auf “Marie Antoinette”. Nachdem es für mich nach “Lost in Translation” und “The Virgin Suicides” 1:1 für Sofia Coppola stand, wollte ich doch gern mal sehen, was die Frau sonst so fabriziert.
Nunja.
Im Grunde ist der Film eine Mischung aus Musikvideo und Modemagazin, wahlweise mal eher das eine oder das andere. Knallige Farben, viele hübsche Bilder von Kleidern, Schuhen und schön dekoriertem Essen und dazu ein zugegeben sehr guter Soundtrack. Ich denke, der hat mir an dem ganzen Film überhaupt am besten gefallen.
Auf die Idee, bei einer Krönungsszene im Hintergrund “Plainsong” von The Cure zu spielen, muss man erst mal kommen. Und dann diese übergeniale Version von “Hong Kong Garden” beim Maskenball!
Ich muss aber sagen, dass mir Frau Dunst mit ihrem ewig bekifften Schlafzimmerblick gehörig auf die Nerven geht. Dabei war sie als Kind so süß. Aber sei’s drum. Für einen Abend war’s nette Unterhaltung.
Und außerdem führen solche Filme immer dazu, dass ich mir nächtelang sämtliche Wikipedia-Seiten zum Thema durchlesen muss. (Im Endeffekt vergess ich dann leider sowieso meist wieder alles. Man wird halt nicht jünger. Ok, schlechte Ausrede.)

