Ich gehöre wohl leider nach wie vor und trotz Besserungsversuchen zu den Menschen, die einfach unheimlich viel Zeug sammeln.
Ich hab drölfzig Dosen und Döschen und Schachteln und Kisten und in allen stecken irgendwelche wichtigen oder nichtigen Kleinigkeiten.
Wenn ich dann mal irgendwas suche, was ich lange nicht gebraucht habe, artet das meist darin aus, dass ich alles auspacke, irgendwelche lang vergessenen Gegenstände in den Händen halte und mich an früher erinnere.
Briefchen, Telefonbüchlein, alte Schmuckstücke, Münzen, Schachteln voller Muscheln oder Murmeln… ich kann mich nicht davon trennen.
Aber die Erinnerungen, die diese Dinge heraufbeschwören, sind auch etwas bitter. Denn da ist auch das Gefühl, als hätte ich mich jahrelang belogen, jahrelang versucht etwas zu sein, was ich nicht bin, mich verbogen um zu einer Gruppe zu gehören, zu der ich sowieso nie wirklich gepasst habe. Und doch bin ich immer ich geblieben. Damals wie heute.
PS: Das, was ich eigentlich gesucht hatte – eine Dose mit Perlen – hab ich übrigens noch immer nicht gefunden.