「崖の上のポニョ」
Endlich hab ich mir mal die Ruhe genommen, 「崖の上のポニョ」 (Gake no ue no Ponyo, “Ponyo auf der Klippe”) anzusehen.
Nachdem mir der letzte Studio Ghibli-Film, also 「ゲド戦記」 (Gedo senki, “Die Chroniken von Erdsee”), nicht wirklich gefallen hatte, war ich etwas ängstlich, dass Ghibli nun seine besten Jahren schon hinter sich hat. Aber der “Altmeister” Hayao Miyazaki selbst hat mich mit seiner Geschichte von Ponyo und seiner ganz eigenen Art, Geschichten zu erzählen dann doch wieder in seinen Bann gezogen.
Wieder mal ist die Hauptfigur weiblich. Miyazaki hat übrigens mal auf die Frage, warum die Hauptfiguren in seinen Filmen oft weiblich wären, geantwortet, dass er weibliche Hauptfiguren wählen würde, weil Frauen eben stark wären.
Der Stil des Films erinnerte mich an ein Mittelding aus den Buntstiftfarben der Ghiblies und den detailreichen Bildern aus ハウルの動く城 (Hauru no ugoku shiro, “Howl’s moving castle”). Es ist, als würde man die Welt durch die Kinderaugen der Protagonisten sehen. Ich hab während des Films mehr oder weniger unbewusst mein Plüschschwein in den Arm genommen und hätte am liebsten noch eine heiße Schokolade dabei getrunken.
Man muss sagen, dass Ponyo neben Totoro wohl mit Abstand der kindlichste Film aus dem Hause Ghibli ist. Schließlich ist auch der Protagonist erst fünf Jahre alt. Aber der Film rutscht dabei nicht ins Kindische ab, sondern ist einfach nur im wahrsten Sinne des Wortes wundervoll und bezaubernd. Und ja, ich habe auch wieder ein paar Tränchen vergossen, wie ich das bei Miyazakis Filmen nun mal immer tue. Wenn Ponyo über die Wellen rennt und hüpft, will man am liebsten gleich mit Purzelbäume schlagen – die Lebensfreude ist richtig ansteckend. Nicht umsonst ist wohl das Motto des Films 「うまれてきてよかった」 (umarete kite yokatta, etwa “Schön, auf der Welt zu sein”).
Wenn ich irgendwann mal ein Kind habe, werde ich mit ihm zusammen diese Filme sehen. Dann sitzen wir zusammen vor dem Bildschirm und singen “Ponyo, Ponyo, Ponyo, sakana no ko…“. Darauf freu ich mich schon jetzt.

