{itsumo egao de}

Entfremdung

Veröffentlicht in Fellnasen am 30. Oktober 2009

Wie lange hält eine Beziehung wohl dauernden Stress und Komplikationen aus? Ich zumindest bin nach jetzt mittlerweile drei Jahren scheinbar an meinem Limit angelangt – ich kann einfach nicht mehr.
Es geht um mein Mädchen, Faye.
Ich weiß nicht mehr, was ich noch tun soll. Ich habe soviel Geduld und Geld investiert in diese Katze und die Hoffnung, dass unser Zusammenleben zu dritt irgendwann wieder funktioniert, Tierheilpraktikerin, Bachblüten, Feliway, Felifriend, der Freigang (incl. dem kostspieligen Chippen und Impfen im Vorfeld) – nichts, aber auch GAR NICHTS hilft. Als würde man permanent gegen eine Wand rennen.
Ich bin fast schon froh, wenn sie unterwegs ist, zumindest, wenn der Kater in der Wohnung ist. Zu dritt ist es kaum noch auszuhalten und ignorieren kann ich das ewige Gefauche und Geknurre nicht, tut mir leid, dafür geht es mir zu nah. Wenn sie hier ist, sind alle unentspannt, sowohl der Kater, als auch ich und sie sowieso.
Sie ist mein Mädchen und ich hab sie lieb, aber ich kann sie manchmal einfach nicht mehr ertragen. Und mittlerweile denke ich manchmal, wie schön es wäre, wenn der Kater und ich einfach nur zu zweit wären. Manchmal denke ich sogar, dass es mir nun auch gleichgültig wäre, sie abzugeben. Aber das ist gelogen. Ich hänge an ihr, auch wenn wir uns durch den ganzen Stress etwas entfremdet haben. Sie treibt mich zum Wahnsinn, aber ich hänge an ihr. Das macht es so schwer…
Aber es bringt nichts… es zerreißt mir das Herz, aber ich weiß nicht mehr weiter. All das lässt eigentlich nur einen Schluss zu. Warum nur, warum musste es so kommen?

4 Kommentare zu »Entfremdung«

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  1. Replica am 30. Oktober 2009 um 17:52 Uhr

    Wie furchtbar..
    Kennst du nicht jemanden in deiner Nähe, der das Kätzchen aufnehmen könnte und dich sie besuchen ließe?

  2. Ikima am 30. Oktober 2009 um 18:02 Uhr

    Nein. Welcher Student will sich schon solch eine Verantwortung auferlegen…

  3. Tsutsumi am 31. Oktober 2009 um 11:51 Uhr

    Ich finde es so traurig, wenn man bemerkt, dass Besitzer und Tier manchmal nicht zusammenpassen. (Da könnte ich immer die Leute schlagen, die behaupten, Tiere hätten keinen Charakter) Aber wenn die Chemie nicht stimmt, was will man da noch tun, wenn man am Ende seines Lateins angekommen ist?
    Ich würde dir so gerne etwas Tröstendes sagen können.
    Steht dein Entschluss fest oder ist das bisher eher eine Überlegung?

    P.S. Finde die neuen Smileys sehr süß <3

  4. Ikima am 31. Oktober 2009 um 13:24 Uhr

    Naja, das Problem besteht bei uns in erster Linie nicht zwischen Besitzer und Tier, sondern zwischen Tier und Tier. Wenn sie allein in der Wohnung ist, zickt sie zwar auch mal – typisch Katzenmädchen eben. Aber unerträglich wird es nur dann, wenn beide Katzen gleichzeitig da sind.
    Fest steht noch nichts, ich werde auch vor nächstem Herbst nicht anfangen noch einen neuen Besitzer für sie zu suchen. Vielleicht raufen die beiden sich ja auch in dem halben Jahr ohne mich zusammen, wer weiß.
    Was dann wird, werde ich danach entscheiden.

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:???:



Ikima

»Longing for
what has been lost
Longing for
what hasn't been obtained.«

Leidenschaftliche Katzenmama, Phlegmatikerin und Milchkaffeetrinkerin.
Mehr über mich gibt es hier und bei Twitter.

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