Wochenrückblicke 09-07-06~07-26
Ohje… ich habe meinen Blog wirklich sträflich vernachlässigt. Wie so oft habe ich Dutzende Einträge im Kopf geschrieben und war dann im Endeffekt doch zu faul, sie auch abzutippen.
Die letzten Semesterwochen war ich ziemlich beschäftigt. Wir haben uns noch ein paar Mal für die besagte Präsentation getroffen, die dann für mich ziemlich scheiße lief… andererseits, was kann ich dafür, dass man mir den Teil überträgt, bei dem im Handout nur noch Fragezeichen sind? Hmpf. Egal. Sowas wurmt mich trotzdem und meine Laune war danach auch nicht grad die Beste. Dafür war dann die Führung durch den Solarpark mit der ganzen Gruppe wieder ganz gut und ich konnte mein Ego wieder ein bisschen besänftigen.
Achja, dann war da natürlich noch die Katastrophenkatergeschichte, die mich in vielerlei Hinsicht empfindlich getroffen hat. Zum Glück haben die Antibiotika aber gewirkt und es ist so schnell abgeheilt, dass ich dann auch nicht mehr mit ihm zum Kontrolltermin gegangen bin. In der Regel bin ich ja eher übervorsichtig, was die beiden angeht, aber in dem Fall sah es einfach schon wieder so gut aus, dass ich ihm den Stress nicht unnötig antun wollte.
Die letzten zwei Semesterwochen hatte ich eine Veranstaltung, die komplett auf Japanisch gehalten wurde. Uff. Das wär an sich ja schon fordernd genug, aber wenn der Dozent dann im Satz dreimal das Thema ändert und am Ende selbst nicht mehr weiß, was er eigentlich sagen wollte… ja, dann ist es doch schon ziemlich anstrengend. Allerdings haben wir auch 「おくりびと」 (okuribito, auch bekannt unter dem Titel “Departures“) geguckt, ein wirklich sehr schöner Film – über den ich übrigens auch im Kopf gebloggt habe. Vielleicht schaffe ich es ja noch, das mal in schriftliche Form zu bringen, der Film ist es durchaus wert und hat nicht ohne Grund den Oscar für den besten fremdsprachigen Film gewonnen.
Außerdem fanden einige Parties statt und mir ist mal wieder aufgefallen, wie viel hier organisiert und gemacht wird. Es gab allein zwei Abschiedsparties für die Leute, die jetzt für ein Jahr nach Japan gehen und die japanischen Austauschstudenten, die wieder zurückgehen. Von den ersten beiden Semestern mal abgesehen, hatte ich noch nie so viel mit Leuten aus der Uni zu tun und ich muss sagen, es gefällt mir. Natürlich gibt es auch einige Leute, die mir derbst auf die Nerven gehen, aber es ist doch familiärer und angenehmer als an meiner alten Uni.
Und das hat mich mal wieder in meiner Entscheidung für diese Uni bestätigt. Leider sind sowohl meine Tandempartnerin, als auch die meisten Leute von der Uni, mit denen ich etwas zu tun habe, bald in Japan. Aber wartet nur… bald komm ich nach. Hab schon mit einem Kommilitonen und einer Japanerin für nächstes Jahr einen gemeinsamen Ausflug ins Disneyland abgemacht. Inklusive Minnie-Ohren!
Nun endlich Ferien vorlesungsfreie Zeit. Frei hab ich nicht wirklich, ich muss eine Präsentation machen und Hausarbeiten schreiben, nebenbei natürlich weiter Kanji lernen etc. pp.
Es gibt viel zu tun. Aber im Moment kriege ich es etwas mit der Angst zu tun, weil die Zeit so unheimlich schnell vergeht…
Du bist abgegangen.
Allerdings entschädigt die wunderbare Nachricht, wie wohl du dich an dieser Uni fühlst und wie gut du dich mit den Leuten verstehst und was du alles mit ihnen unternimmst, das Ganze wieder. Weiter so!
Danke.
Das klingt doch alles sehr gut
Naja, war schon ziemlich anstrengend. Was auch daran liegt, dass ich es nicht gewohnt bin, dass so viel los ist.
Aber ich find es ganz gut so, auch wenn ich dann hin und wieder meine Erholungsphasen “für mich” brauche.