{itsumo egao de}

Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte

Veröffentlicht in Leben am 07. Juni 2008

… kam heute mittag.

In Form einer mehr als theatralischen e-Mail.

Ich bin nun an dem Punkt angelangt, wo ich es nicht mehr ertragen kann und diesen Menschen nie wieder sehen möchte.
Ich bin mit den Nerven am Ende, habe mittlerweile Verfolgungswahn und keine Ahnung, wie es weitergehen soll. Fest steht, dass ich den Job nicht weitermachen kann und genauso wenig dort weiterhin studieren kann.
Er hat es geschafft, mir mit seiner egozentrischen Art alles zu verderben.

Herzlichen Dank. Ich könnte kotzen.

Knüppel aus dem Sack

Veröffentlicht in Leben am 05. Juni 2008

Da kann ich nicht mehr von der sprichwörtlichen Katze sprechen, die da heute aus dem Sack gelassen wurde…

Aber von Anfang an. Ich hatte einen Abholschein für ein Paket im Briefkasten und wunderte mich schon, was das wohl sein könnte. Bei der Post bekam ich dann ein Päkchen von amazon in die Hand gedrückt. Schlafwandle ich seit neuestem und bestelle mir dabei irgendwelche Sachen im Internet? Weit gefehlt.
Im Päkchen fand ich zwei DVD-Boxen und ein DS-Spiel, sowie den Bestellschein mit dem Absender: Mein Professor. “Das darf doch nicht wahr sein”, war mein erster Gedanke. In der Uni überreichte ich ihm das Päkchen mit den Worten, ich wolle das nicht annehmen. Er war sichtlich geknickt, was mir schon wieder leid tat, aber diesmal wollte und konnte ich nicht nachgeben.
Nach einigem Hin und Her, bei dem er mich zu überzeugen versuchte, das Päkchen doch anzunehmen, reichte er mir eine Liste mit einer ganzen Reihe ausgedruckter Mails von amazon – samt und sonders Bestellstätigungen. Er hatte mir nicht nur diese drei Dinge bestellt, sondern mehr oder weniger meinen gesamten Wunschzettel “abgearbeitet”. Erst kam mir nur ein “Das ist ein Scherz, oder?” raus, dann ein ungläubiges Lachen. Dann musste ich erstmal raus.
Nach ein paar Minuten ging ich zurück und fragte ihn, ob er das normal finden würde, ob er das bei den anderen auch so machen würde. Ich habe alles gesagt, was mir schon lange auf der Seele lag. Dass ich keine Sonderbehandlung wünsche, sondern wie alle anderen behandelt werden möchte. Dass es mir zu viel ist und ich darauf mit Rückzug reagiere. Dass die Essen für mich eben nicht privat, sondern Arbeit sind. Dass es Grenzen gibt und alles in einem gewissen Rahmen bleiben sollte, usw. usf.
Er wollte angeblich seine Dankbarkeit dafür ausdrücken, dass wir Dienstag essen waren. Nur bin ich nicht mit Geschenken käuflich, auch wenn er diese Botschaft so nicht beabsichtigt hat.
Und schließlich rückte er damit heraus, dass er mich ja schon immer mochte. Mein komisches Gefühl bei der ganzen Sache war also doch nicht falsch. Er hat dann noch mehrmals versucht, mich zu überreden, die Sachen zu behalten, aber ich blieb hart, diesmal nicht, diesmal lass ich mich nicht überrollen.
Ich blieb bei meinem Standpunkt. Er hat daraufhin seine Veranstaltung für diesen Nachmittag abgesagt und ist (nach Hause?) gefahren. Es fällt mir ganz sicher nicht leicht, Menschen weh zu tun oder so verletzt so sehen, aber in diesem Fall musste ich leider hart bleiben, sonst wäre es wohl immer so weitergegangen.

Mal sehen, wie es weitergeht…

PS: Er muss über 600 € ausgegeben haben für die Bestellungen. Ich meine, WTF?!

PPS: Nicht zu fassen. Nun bekam ich gerade eine mail, in der er mir als Wiedergutmachung anbietet, meinem Arbeitskollegen Bücher zu schenken, deren Wert mindestens doppelt so hoch ist – wenn ich mich dafür bereit erkläre, die Geschenke anzunehmen. Der Gedanke dahinter ist klar, aber was sind das bitte für Methoden?

Strafe folgt auf den Fuß

Veröffentlicht in Leben am 02. Juni 2008

Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Anfang letzter Woche:
Ich, wie immer zu spät dran, renne wie so oft zum Bahnhof, will in die Bahn springen und rutsche wegen irgendeiner Flüssigkeit/Dreck/etc. auf dem Boden aus, schlage mit dem linken Schienbein gegen die Bahn und knalle mit dem rechten Knie auf den Boden. Oh Schmerz!
Muss ziemlich komisch ausgesehen haben, denn ein paar schadenfrohe Kinder kreischten fast vor Lachen. Ich fand’s weniger lustig, denn mir tat es ziemlich weh. Mit der Zeit wanderte der Schmerz auch ins Fußgelenk und den Fuß, auch das linke Knie hat was abbekommen. Fazit: Blaue Flecken an beiden Knien, eine kaum nennenswerte Schramme am Schienbein plus blauer Fleck. Also abends gekühlt und später Traumeel-Salbe aufgetragen.
Heute, also eine Woche später, habe ich immer noch Schmerzen und außerdem entdeckt, dass die Innenseite meines linken Fußes unterhalb des Knöchels hübsch bläulich-violett verfärbt und geschwollen ist. Jetzt frage ich mich: Doch noch zum Arzt? Oder kann der da sowieso nichts ausrichten?

PS: Ich war bei meiner Hausärztin allerdings kam dabei auch nicht mehr rum als “Hochlegen, kühlen, Salbe auftragen”. Und dafür habe ich über eine Stunde gewartet. Was soll’s, jetzt hab ich zumindest Gewissheit, dass es ganz normal ist, dass das geronnene Blut nach unten sackt – Schwerkraft lässt grüßen.

Ikima

»To live will be an awfully big adventure.«

Leidenschaftliche Katzenmama, Phlegmatikerin und Milchkaffeetrinkerin.
Mehr über mich gibt es hier und bei Twitter.

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»Veronika beschließt zu sterben«
von Paulo Coelho

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