Heute morgen gegen halb fünf wurde ich von Katers Weinen wach. Kein Maunzen nach dem Motto “Ich muss dir was erzählen, ich hab da grad sooo ‘ne fette Fliege gesehen!” oder “Hey, wann gibt’s endlich Futter?”, sondern herzerweichendes Weinen.
Also bin ich aufgestanden und habe ihn gesucht. Ich hatte ihn schon einige Stunden vor dem Zubettgehen nicht mehr gesehen, dachte mir aber nichts weiter dabei, da sie sich hier gern hinter Schränken verstecken.
Plötzlich sah ich einen Schatten auf dem Balkon und mein Herz setzte einen Moment aus, immerhin sind wir hier im vierten Stock. Schnell die Tür auf, da lief er mir schon entgegen. Er musste nach draußen entwischt sein, als ich kurz die Balkontür geöffnet hatte.
Zum Glück ist er nicht auf die Idee gekommen, vom Balkon auf das Dach zu springen. Zum Glück ist es nachts nicht mehr so kalt. Zum Glück habe ich einen leichten Schlaf und bin von seinen Klagelauten wach geworden.
Es wird auf jeden Fall nie langweilig mit den beiden!