Sonntag abend haben wir (also Vater, Mutter, Kind) einen “Familienausflug” zu The Cure in der Arena Oberhausen gemacht. The Cure gehört für mich zu meinen Kindheitserinnerungen wie für andere die Sesamstraße. Das letzte Mal hatte ich sie 1996 in der Grugahalle gesehen und seitdem standen sie auf meiner Konzertwunschliste ganz oben (neben u.a. Portishead, die jetzt gerade dann spielen, wenn ich in Tokyo bin – ARGH).
Ich wäre sogar bereit gewesen, mir für dieses Konzert eine Karte zu kaufen, aber glücklicherweise haben wir Karten bekommen.
Die Arena war bis unter die Decke voll mit natürlich überwiegend schwarzgekleideten Menschen, von denen wohl viele wie ich lange sehnsüchtig auf dieses Konzert gewartet hatten.
Als die Band auf die Bühne kam, rastete die Menge dementsprechend auch erstmal aus und sie wurden gefeiert, bevor sie überhaupt auch nur einen Ton gespielt hatten. Sie eröffneten mit “Plainsong” und ab da gab es kein Halten mehr. Dreieinviertel Stunden haben sie gespielt und dabei bis auf ein paar neue Stücke nur einen Hit nach dem anderen. Es war ein richtiges Gänsehaut- und Nostalgieerlebnis, sodass ich das eine oder andere Mal schwer schlucken und noch viel öfter glücklich lächeln musste. Wie mein Vater so richtig anmerkte: “Man kann sich einfach auf die Band verlassen, sie bringt einen seit 30 Jahren immer in dieselbe Stimmung.” Ohja, die süße Melancholie.
Meine persönlichen Highlights waren “From the edge of the deep green sea”, “Push”, “A forest” und – ach, eigentlich alle. Bei “One hundred years” wurde mir kurzzeitig etwas anders wegen der doch sehr bedrückenden Bilder von Krieg und Tod auf der Leinwand im Hintergrund. Aber es passte alles wunderbar zusammen und die Setlist brachte einen quer durch 30 Jahre The Cure und zurück.
Angenehm aufgefallen ist mir auch das Publikum, dass bis in die letzte Nacht mitging und die Musik genoss. Konzerte machen eben noch viel mehr Spaß, wenn auch die Band Freude daran hat und daran bestand kein Zweifel, zumindest was Herrn Smith angeht, der bei “Why can’t I be you” seinen berüchtigten Teddy-Tanz (man erinnere sich nur an das Musikvideo) aufführte. ^^
Ich war nach dem Konzert ganz selig und schwelge seitdem auf fluffigen Nostalgie-Wölkchen. Da bleibt mir nur noch zu sagen: Kommt bald wieder!
Hier und hier gibt es einige schöne Bilder vom Konzert.