Twist In My Sobriety
Tanita Tikaram – gute, alte Zeit. Ich mochte traurige Musik schon immer…
Tanita Tikaram – gute, alte Zeit. Ich mochte traurige Musik schon immer…
Gestern habe ich mir Sweeney Todd angesehen. Und egal, was einige sagen mögen:
Meiner Meinung ein wunderbar düsteres, blutiges Schauermärchen ganz im Stil von Tim Burton. Obwohl ich eigentlich nicht auf Musicals stehe – in diesen Film passt es und wirkt seltsamerweise fast natürlich. Zum einen gibt es keine durchchoreographierten Tanzeinlagen und zudem wirken die Charaktere auch gerade durch den Gesang – vor allem Mrs. Lovett ist herrlich komisch mit ihrem Stück über “Mietzekatzen auf Toast”.
Ich hätte den Film gern im Original gesehen, denn gestört hat mich eigentlich nur die Übersetzung und Synchronisation. Es wirkt einfach zu seltsam, wenn jemand Deutsch spricht und im nächsten Moment anfängt auf Englisch zu singen.
Wir haben uns auf jeden Fall gut amüsiert und ich habe mich keine Minute gelangweilt. Nur in der Schlussszene gibt es nichts mehr zu lachen, sondern nur noch Tod und Verderben – aber welches Ende könnte eine solche Geschichte auch sonst haben?
Ich zumindest weiß jetzt schon, dass ich mir den Film auf DVD holen werde – schließlich muss ich mir die Originalversion mal ansehen – und das will bei mir schon was heißen. Aber wie es scheint, gehen die Meinungen bei diesem Film sehr auseinander. Ich bin gespannt auf die Oscar-Verleihung.
Ich würd den Film allen empfehlen, die den typisch überzogenen, märchenhaften Burton-Stil lieben und sich nicht vor der Möglichkeit verschließen, dass auch Musicals ihren Reiz haben können.
Hab ein Stöckchen von Paavei zugeworfen bekommen, also los geht’s.
Heute abend “Unsere Erde” gesehen.
Im Grunde genommen nichts weiter als ein Dokufilm mit beeindruckenden Bildern im Leinwandformat – und doch so viel mehr: Ein Appell und vor allem eine Liebeserklärung.
Ich war wohl der einzige Zuschauer, der im Kinosaal vor Rührung weinte – aber auch alle Leute, die nicht so rührselig sind wie ich, hat der Film sicher bewegt. Zumindest hoffe ich das.
Wer den Film noch nicht gesehen hat und auch nur ein bisschen für unsere Erde übrig hat, sollte ihn auf keinen Fall verpassen.
Besser spät als nie: Heute auf dem Weg vom Büro zu unserer Französischübersetzerin (das ist eine andere Geschichte, für die ich jetzt aber zu müde bin) das Plakat von Sweeney Todd entdeckt. Endlich wieder ein Film von Tim Burton! Ich liebe das Burton-Depp-Gespann!
Also gleich mal in den Soundtrack gehört, klingt wunderbar dramatisch, düster und bedrückend. Ich freu mich drauf! Im Kino ab dem 21. Februar:
»Longing for
what has been lost
Longing for
what hasn't been obtained.«