Sehr interessant, mal in den Kopf eines 15-Jährigen zu schauen – hat man doch damals nie verstanden, was in deren Köpfen vor sich geht. Obwohl sich das bis heute nicht wirklich geändert hat, wenn ich es mir recht überlege.
Mit 15 war alles noch ziemlich aufregend, ich bin das erste Mal weggegangen und habe natürlich übelst unter Liebeskummer gelitten. Schule hab ich nie sonderlich gemocht und ehrlich gesagt finde ich mein Studium nach wie vor um Längen besser.
Ist es so viel besser, wenn man keine Verantwortung übernehmen muss? Es ist so bequem, aber es hat auch seinen Preis. Viele Entscheidungen werden einem abgenommen, die man doch eigentlich gerne selbst treffen würde. Ich finde es gar nicht schlecht, wenn man Verantwortung übernehmen muss, so muss man zumindest erst denken und dann handeln, denn eventuelle Folgen gehen auf die eigene Kappe und da überlegt man sich schon dreimal, was man tut und was nicht. Und solange ich zu meinen Handlungen stehe, übernehme ich auch mit Freuden die Verantwortung dafür, schließlich ist es das, wofür ich mich entschieden habe.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Zeit damals wirklich viel unbeschwerter war… zumindest für mich nicht wirklich. Das liegt aber wohl eher daran, dass ich schon immer recht schwermütig war, ob nun mit 15 oder mit 23.
Irgendwie wiederholt sich doch immer alles, nur in größerem und verändertem Rahmen.